PRO BAHN Rheinland - Ihr Fahrgastverband

PRO BAHN

Aktiv

Presse

Termine

Kontakt

Service

 

 

Herzlich willkommen bei
PRO BAHN Rheinland!

Sie sind Kunde in Bus und Bahn? Wir sind Ihre Lobby! PRO BAHN setzt sich für Ihre Interessen als Fahrgäste ein. Auf Bundes-, Landes- und Regionalebene. Auf diesen Seiten informieren wir Sie über unsere Aktivitäten im Regionalverband Rheinland.

Schauen Sie sich unsere Aktivitäten und Termine an. Wenn Sie Fragen haben - nehmen Sie Kontakt mit uns auf!

Viel Spaß beim Surfen auf der Dateneisenbahn wünscht

PRO BAHN Rheinland


Offener Brief an den Nahverkehr Rheinland zur Baustelle Köln Süd / Eifelwall im Oktober 2019

Sehr geehrter Herr Sedlaczek,
sehr geehrter Herr Dr. Reinkober,
sehr geehrter Herr Vogel,

die heiße Baustellenphase Köln-Eifelwall ist nun zu Ende. Rückblickend möchten wir hierzu einige Anmerkungen loswerden:

Insgesamt hatten wir den Eindruck, dass die Planungen zum Baustellenverkehr mit wesentlichen Mängeln behaftet waren.

Durch den Wegfall der RB 48 zwischen Köln und Bonn fehlten erhebliche Kapazitäten zwischen den beiden Städten, obwohl selbst im Normalverkehr einzelne Züge bereits an ihre Kapazitätsgrenzen kommen. Hinzu sollten die verbliebenen Linien RB 26 und RE 5 zwischen Hürth-Kalscheuren und Köln zusätzlich die Fahrgäste aus der Eifel aufnehmen. Denn bis auf wenige Verbindungen morgens in Richtung Köln und nachmittags in der Gegenrichtung entfielen die Linien RE 12, RE 22 und RB 24 zwischen Hürth-Kalscheuren und Köln. Dies musste in einem Chaos enden, was auch bereits Gegenstand unserer Hinweise vor Einrichtung der Baustelle war. Mehrfach konnten die Fahrgäste aus der Eifel in der schon überfüllten Mittelrheinbahn aus Bonn in Richtung Köln nicht mehr zusteigen und blieben in Hürth-Kalscheuren zurück.

Zeitgleich fuhren die Züge des Fernverkehrs zwischen Köln und Bonn ohne große Einschränkungen weiter, meist mit größeren freien Kapazitäten. Die Baustelle wurde einseitig auf dem Rücken des Nahverkehrs ausgetragen, was aus unserer Sicht vollkommen inakzeptabel ist.

Folgende bessere Lösungen wären denkbar gewesen:

  1. Umleitung mindestens einer Fernverkehrslinie auf der rechten Rheinseite, um so Platz für eine weitere Linie des Nahverkehrs zu schaffen.
  2. Freigabe der Fernverkehrszüge zwischen Köln und Bonn, um Platz in der RB 26 zu schaffen für die Fahrgäste aus der Eifel (Umstieg in Hürth-Kalscheuren).
  3. Einsatz von Nahverkehrszügen mit höherer Kapazität durch eine unternehmensübergreifende Zusammenarbeit und notfalls durch Brechung der RB 26. Durch den Wegfall der RB 48 müssen Fahrzeuge von National Express verfügbar gewesen sein, die einzelne Leistungen hätten übernehmen können. Ggf. wären dadurch auch Fahrten der RB 26 in Dreifachtraktion möglich geworden.
  4. Es ist unbedingt zu vermeiden, dass verbleibende Züge nur in Einfachtraktion fahren oder ganz ausfallen (Vorhalten von Reservezügen).

Der NVR hat hier zumindest eine wichtige koordinierende Funktion.

Die Übergänge zwischen den Zügen der Eifelstrecke und der RB 26 / RE 5 waren schlecht oder funktionierten gar nicht. Durch Nachplanungen im Baustellenfahrplan auf der Rheinstrecke wurden teilweise die Übergänge in der elektronischen Fahrplanauskunft nicht mehr angegeben, da die Mindestübergangszeiten in Hürth-Kalscheuren unterschritten wurden, z. B. Ankunft der RB 26 in Hürth-Kalscheuren abends zur Minute 20, Abfahrt der RB 24 zur Minute 24, Ankunft des RE 5 aus Köln zur Minute 49, Abfahrt des RE 22 zur Minute 52. Manche Eifelzüge haben den Anschluss abgewartet, oft wurden dann die Anschlüsse aber auch versäumt und die Reisenden strandeten in Hürth-Kalscheuren. Wir haben beobachtet, dass einzelne Züge des RE 22 mit 4 Fahrgästen in Hürth-Kalscheuren abfuhren, während kurz danach ca. 120 Fahrgäste ankamen und warten mussten.

Zu allem hinzu kommt, dass auf der Linie RB 26 zurzeit wegen Personalmangels einzelne Leistungen ausfallen. Zum Teil werden diese Ausfälle durch einen Busverkehr ersetzt. In der Baustellenphase war der Fahrplan der Eifelstrecke aber auf die Fahrten der Linie RB 26 mit Anschluss in Hürth-Kalscheuren abgestellt. Deshalb hätten Sie angesichts der knappen und dann ungenutzten Trassen auf jeden Fall Züge einsetzen müssen, notfalls von anderen Unternehmen. Kapazitäten müssten durch den Ausfall der RB 48 sowie den teilweisen Ausfall von RB 24 und RE 22 vorhanden gewesen sein.

Die gesamte Kundeninformation rund um die Baustelle können wir nur mit der Schulnote 6 (ungenügend) bewerten. Während über elektronische Medien zumindest teilweise Informationen verfügbar waren, gab es an den Stationen meist nur kleine Plakate mit allgemeinen Hinweisen. Dass an der Eifelstrecke die gelben Aushangfahrpläne nicht gelten und zu welchen Zeiten die Züge tatsächlich fuhren wurde an keiner Stelle erwähnt. Schlechter geht es eigentlich nicht.

Besonders ärgerlich ist, dass wir mehrfach auf viele dieser Kritikpunkte lange vor der Baustellenphase hingewiesen haben und dennoch diese für die Fahrgäste unzumutbare Situation entstanden ist.

Wie bereits bekannt ist, soll es auch im Jahr 2020 mehrere größere Baustellen geben, die zum Teil mehrwöchige Sperrungen auf der Voreifelbahn und auf der Rheinstrecke zur Folge haben. In Anbetracht der Erfahrungen aus den letzten drei Wochen bitte ich Sie hierfür im Sinne der Fahrgäste im Rheinland eindringlich um ein besser abgestimmtes Baustellenkonzept. Hier gilt es u. a. insbesondere gegenüber DB Netz die Bedeutung des Schienen-Nahverkehrs für die Region gegenüber dem Fernverkehr deutlich zu machen. Zu gemeinsamen Überlegungen und Gesprächen stehen meine Vereinskollegen und ich gerne zur Verfügung.

Wir verteilen dieses Schreiben zudem öffentlich als Pressemitteilung.

Mit freundlichen Grüßen

Fahrgastverband Pro Bahn Rheinland e. V.
Hans-Werner Ignatowitz
Vorsitzender

Fahrgastverband kritisiert Fahrpreiserhöhung im VRS um 3,5 % bei gleichzeitigem "Ein-Euro-Ticket" in Bonn

Vor dem Hintergrund von Klimawandel und drohenden Fahrverboten in den Innenstädten sei die Erhöhung der Fahrpreise um 3,5% ein verheerendes Signal sagte der Vorsitzende des Verbandes Hans-Werner Ignatowitz. Dass die Kosten für Fahrzeuge, Treibstoff und insbesondere Personal der Verkehrsunternehmen ansteigen sei unbestritten. Hier aber seien die Gebietskörperschaften im VRS gefordert, diese Steigerungen zu Lasten der kommunalen Haushalte zu übernehmen. Stattdessen wälze man die Belastungen einseitig auf die Fahrgäste ab, so Ignatowitz. Im bundesweiten Vergleich sei im VRS der Kostendeckungsgrad, also der Anteil der Gesamtkosten, den die Nutzerinnen und Nutzer im Bus- und Bahnverkehr tragen, überdurchschnittlich hoch. Der Anteil der kommunalen Zuschüsse sei vergleichsweise gering.

Das jetzt für Bonn vorgesehene "Klimaticket" für 1 Euro pro Tag (Jahresticket für 365 Euro) finanziere sich hingegen aus einem auf zwei Jahre befristeten Zuschuss des Bundes in Höhe von 38 Millionen Euro. Es gelte nur für Neukunden und nur im Stadtgebiet von Bonn. Fahrgäste, die umweltfreundlich per Bus und Bahn aus dem Umland einpendeln, hätten davon nichts. So sei beispielsweise die Gemeinde Alfter prozentual gesehen die größte Auspendlergemeinde in NRW. Berufstätige aus Alfter pendeln zu großen Teilen nach Bonn ein. Sie würden beim "Ein-Euro-Ticket" ausgeschlossen. Pro Bahn meint, die Bundesmittel würden besser in das Gesamtsystem VRS investiert und könnten so zur Deckung der gestiegenen Kosten oder zur Verbesserung des Angebots im Bus- und Stadtbahnverkehr beitragen.

PRO BAHN Rheinland e.V.



 

Das Fahrtenprogramm 2019 ist online.

Schauen Sie doch mal unter „Aktiv“ rein.

Diese Site ist optimiert für eine Bildschirmauflösung von mind. 800 x 600 und die Browser IE 6, Opera 7 sowie Firebird.